Genossenschaftliche Mitbestimmung

43. ordentliche Vertreterversammlung

Am 14. Juni wurde das Geschäftsjahr 2015 für unsere Bank mit der 43. ordentlichen Vertreterversammlung formell abgeschlossen. Traditionell fand die Versammlung im Festsaal des Kieler Schlosses statt. 


Die Vertreterversammlung ist das höchste Organ unseres genossenschaftlichen Kreditinstitutes. Hier üben die aus dem Kreise unserer 25.590 Mitglieder gewählten Vertreter ihr genossenschaftliches Mitbestimmungsrecht aus.

Unter der Leitung unseres Aufsichtsratsvorsitzenden,
Claus-Robert Heinrich, wurde der Jahresabschluss 2015 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses genehmigt.


Als Genossenschaftsbank gehört die Kieler Volksbank ausschließlich ihren Kunden, genauer gesagt den 25.590 Mitgliedern, die durch ihr Stimmrecht Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen können. Und so hatten die 204 anwesenden, aus dem Kreis der Mitglieder gewählten Vertreter in der diesjährigen Vertreterversammlung am Dienstagabend im Kieler Schloss auch gleich eine Reihe von Beschlüssen zu treffen.

Während das Zinsniveau auf dem Nullpunkt angekommen ist und die Banken ihrerseits für die Unterhaltung von Guthaben bei den Zentralbanken bereits Negativzinsen zahlen, profitieren die Kieler Volksbank-Mitglieder erneut vom Erfolg des Traditionshauses. Für das abgelaufene Geschäftsjahr erhalten sie eine Dividende von 3 %, die insbesondere aus dem bemerkenswerten Wachstumskurs der Regionalbank resultiert. So verzeichnete die Kieler Volksbank im Kreditgeschäft das beste Neugeschäft ihrer 118-jährigen Unternehmensgeschichte, ebenso im Wertpapiergeschäft. „Gerade in anspruchsvollen Zeiten zeigt sich, wem die Kunden vertrauen“, sind sich die Vorstandsmitglieder Bernd Schmidt und Dr. Caroline Toffel sicher. Die Kieler Volksbank zeichne sich durch herausragende Qualität und Zuverlässigkeit aus und sei jüngst nicht ohne Grund durch „DIE WELT“ zur besten Bank am Kieler Markt in allen drei Beratungskategorien Firmenkunden, Privatkunden und Baufinanzierung gekürt worden. Auch der Genossenschaftsverband bestätigt dem Kieler Traditionshaus einen stabilen Kurs und erteilte den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“.

Besonderen Zuspruch der Vertreter fand die Ankündigung des Vorstandes, die Zeichnungssumme für Geschäftsguthaben von bislang 500 Euro auf nunmehr 2.000 Euro zu erhöhen, was den Mitgliedern die Zeichnung weiterer Anteile an „ihrer“ Volksbank ermöglicht. Hintergrund sind die verschärften Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht. Mit der Ausweitung der Geschäftsguthaben stärkt die Genossenschaftsbank ihre traditionelle Funktion als Finanzierungspartner des gewerblichen Mittelstandes und kann so auch zukünftig hinreichend Investitionsmittel zur regionalen Wirtschaftsförderung zur Verfügung stellen.

Den zukünftigen Herausforderungen begegnet man mit Qualitätskonzepten. Während die Beratungszeit von montags bis freitags bis 19 Uhr ausgeweitet wird, werden die Servicezeiten aufgrund des veränderten Kundenverhaltens und insbesondere dem ungebrochenen Trend zum Online-Banking reduziert. Damit bleibe mehr Freiraum für die immer komplexeren Vermögens- und Finanzierungskonzepte sowie Spezialberatungen von A wie Auslandsgeschäft bis Z wie Zukunftsvorsorge.

Anerkennende Worte erhielt der scheidende stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Niemeyer, der dem Gremium nach neunjähriger Tätigkeit aufgrund des Erreichens der Altersgrenze nicht mehr zur Verfügung steht. Die zur Wiederwahl stehenden Aufsichtsratsmitglieder Dr. Frank Bock und Dr. Birger Thomsen wurden durch die Vertreter einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Unseren Geschäftsbericht 2015 finden Sie hier!